Das zweite Band mit zauberhaften Orten, Läden und Cafés in ganz Schleswig-Holstein

Bist du schon Fan unserer Seite?

Das Mammobil kommt nach Oldenburg

Rund 10,5 Millionen Frauen im Alter zwischen 50 und 70 Jahren  können an dem Brustkrebs-Früherkennungs-Programm teilnehmen und sich alle zwei Jahre untersuchen lassen. Im Raum Östliches Schleswig-Holstein haben das inzwischen rund 214.000 Frauen getan. Bereits zum fünften Mal wird nun den teilnahmeberechtigten Frauen die wohnortnahe Untersuchung in einer mobilen Röntgeneinheit – dem so genannten Mammobil – an dem bekannten Standort Famila Parkplatz in Oldenburg/Holstein ermöglicht.

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Jährlich erkranken bundesweit ca. 72.000 Frauen neu, im gleichen Zeitraum versterben 17100 Frauen an den Folgen einer Erkrankung. In Schleswig-Holstein zählen wir jährlich ca. 3100 Neuerkrankungen und ca. 640 Todesfälle. Aus Angst vor dieser Diagnose und der manchmal unangenehmen Untersuchung schrecken noch immer viele Frauen vor einer Mammographie zurück. Dabei liegt die Heilungschance bei frühzeitiger Erkennung bei über 90 Prozent. Deshalb erfolgte im Jahr 2002 ein einstimmiger parteiübergreifender Bundestagsbeschluss  zur Erweiterung der Früherkennungsuntersuchung durch regelmäßige Mammographien im Rahmen eines flächendeckenden nationalen Früherkennungsprogramms. Die gesetzlichen Krankenkassen wurden zur Kostenübernahme verpflichtet.
Im Rahmen unseres flächendeckenden Screeningprogramms als erstes nationales Früherkennungsprogramm in Deutschland sind in ganz Deutschland 94 Screening-Einheiten etabliert. Schleswig-Holstein ist in vier Einheiten unterteilt. Die Organisation der Region „Östliches Schleswig-Holstein“ erfolgt durch das Screeningzentrum in Lübeck unter der Leitung der Programmverantwortlichen Ärzte Dr. Susanne Wulff und Dr. Dragan Brodnjak. Seit Mai 2007 werden die Mammographieaufnahmen stationär in Lübeck erstellt und seit Juni 2007 in der Peripherie in unserer mobilen Röntgeneinheit, dem sogenannten Mammobil.

Das zweite Band mit zauberhaften Orten, Läden und Cafés in ganz Schleswig-Holstein

Am 7. Juli 2015 starteten wir die 5. Screeningrunde in Geesthacht. Insgesamt wird in einem Zeitraum von zwei Jahren an 23 weiteren Standorten in der Region östliches Schleswig-Holstein eine wohnortnahe Untersuchung angeboten. In der Zeit vom 5. September bis voraussichtlich 28. September, steht unser Mammobil, in dem die Frauen untersucht werden, auf dem Famila Parkplatz in Oldenburg/Holstein. An diesen Standort werden alle Frauen der Altersgruppe zwischen 50 und 69 Jahren, die im Bereich der Postleitzahlen 23738,23746,23747,23749,23758 und 23777 ansässig sind, eingeladen. Teilnahmeberechtigt sind klinisch unauffällige Frauen, die im Zweijahresintervall zu einer Mammographie eingeladen werden. Für die Anfertigung der Röntgenaufnahme werden digitale Mammographiesysteme der neuesten Generation verwendet, welche eine Optimierung der Bildqualität und eine Minimierung der Strahlendosis gewährleisten. Die eingeladenen Frauen werden von speziell geschulten Mitarbeiterinnen geröntgt. Im Anschluss werden die Röntgenaufnahmen von zwei erfahrenen, besonders qualifizierten Ärzten beurteilt. Die Befundmitteilung an die Frauen erfolgt in ca. 7–10 Werktagen. Mit Einverständnis der Frauen werden behandelnde Ärzte informiert.

Bei den meisten Frauen ist allein durch die Mammographie eine Brustkrebserkrankung bei unauffälliger Bildgebung mit hoher Wahrscheinlichkeit auszuschließen. Nur bei sechs Prozent der Frauen sind Zusatzuntersuchungen erforderlich. Durch ergänzende Röntgenaufnahmen, eine klinische Untersuchung, eventuell Ultraschall sowie manchmal auch die Entnahme von Gewebeproben in lokaler Betäubung, ist bei den meisten Frauen die Auflösung einer primär unklaren mammographischen Struktur als gutartig zu erzielen. Nur bei sehr wenigen Frauen wird eine Krebserkrankung diagnostiziert. Die Mammographie ist die einzige international wissenschaftlich erwiesene effektive Maßnahme zur Früherkennung von Brustkrebs und seinen Vorstufen. Erfahrungen haben gezeigt, dass durch ein konsequentes Programm kleine Krebsherde frühzeitig erkannt werden können, wodurch die Behandlungsmöglichkeiten und die Chancen einer Heilung verbessert werden. Bei den meisten Krebsbefunden handelt es sich um kleine Knoten bzw. Vorstufen mit dem Therapieziel der Heilung. Durch regelmäßige Mammographien in dieser Altersgruppe können Krebsbefunde noch vor klinischen Beschwerden entdeckt werden und dadurch die Sterblichkeit gesenkt werden kann. Brustkrebsfrüherkennung kann Leben retten.

Die Veranstaltung im Überblick

Termin: 5. bis 28. September
Dauer: ganztägig
Veranstaltungsort: Famila Parkplatz, Am Voßberg 1, Oldenburg/Holstein

Weitere Informationen unter www.mammo-programm.de.