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Arbeiten am Oldenburger Rathaus beendet

Mit der Fertigstellung der Arbeiten am Turmglockenspiel des Oldenburger Rathauses fanden am letzten Donnerstag die Sanierung der Fassade, die Erneuerung des Turmes sowie die Arbeiten an Glockenspiel und Turmuhr ein Ende. Nachdem Fäulnisprobleme am Turm entdeckt wurden, musste der ursprünglich enge Zeitplan verworfen werden, doch nun wird auch das Gerüst endlich wieder abgebaut. Dann wird sich das historische Rathaus in einem neuen Gewand präsentieren und auch das seit zwei Jahren defekte, früher so beliebte Glockenspiel wird nun wieder alle zwei Stunden über dem Oldenburger Markt erklingen.

 

„Mit der gleichmäßigeren, dunkleren Farbgebung der Fassade erscheint das Rathaus nun für einige Betrachter sicherlich noch etwas gewöhnungsbedürftig, doch wir haben nur positive Rückmeldungen erhalten.“, so Stefan Gabriel, Bauamtsleiter der Stadt. Ausgelöst durch die Vorgaben des Denkmalschutzes waren die Wahlmöglichkeiten begrenzt, doch, nachdem einige Gebäudeteile heller abgesetzt werden durften, hat sich in der durchgeführten Bürgerbefragung eine breite Mehrheit für die jetzt umgesetzte Farbkombination ausgesprochen.

 

„Ich freue mich, das alle beteiligten Firmen eine erstklassige handwerkliche Leistung abgegeben haben und sich jederzeit und gern mit ihrem Fachwissen und guten Ideen eingebrachten.“, so Gabriel weiter. „Nachdem ja zuerst nur geplant war die Farbe des historischen Rathauses durch die Malerfirma Gerd Nagel erneuern zu lassen, mussten wir nach Untersuchungen des Ständerwerks des Turmes aber leider feststellen, dass der fast eineinhalb Tonnen schwere Turm nur noch auf gut der Hälfte seiner acht tragenden Eichenstützen ruhte. Die anderen Balken waren bereits zur Hälfte verrottet. Auch in den oberen Lagen der Balken und Verzierungen war nach dem Abkratzen der oberen Farbschichten der nagende der Zahn der Zeit deutlich sichtbar. Von der Firma Rahlf Krane abgenommen und in der Tischlerwerkstatt von Herrn Schoedel aufgestellt, stellten wir dann mit dem beteiligten Dachdecker, der Firma Schmütz fest, dass sich das alte, schön patinierte Kupferdach nicht zerstörungsfrei abnehmen ließ, da selbst bei vorsichtigster Behandlung alle Nähte aufbrachen. Damit war der Versuch, das Dach zu retten, aus wirtschaftlichen Gründen gescheitert. Zu allem Überfluss stellte sich dann heraus, dass durch die Turmglockenbauer der Firma Otto Buer nicht nur die über zwanzig Jahre alte Computersteuerung des Glockenspiels erneuert werden musste, sondern auch noch alle 23 Magnethämmer instand gesetzt und neu verkabelt werden mussten.“

 

„Insofern bitte ich alle Oldenburger und vor allem die Hochzeitspaare um Verständnis, dass sich der Instandsetzungsprozess doch etwa zwei Monate länger herauszögerte, als ursprünglich einmal kalkuliert.“, so abschließend Stefan Gabriel. „Das Ergebnis kann sich, nicht nur aus denkmalpflegerische Sicht sehen lassen und ist eine Zierde für die Stadt.