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Gleichstellungsbeirat Ostholstein wirbt für Teilzeitausbildung

In seiner Sitzung am 23. Juni 2015 hat sich der Interkommunale Beirat für die Gleichstellung von Frauen und Männern in Ostholstein (kurz Gleichstellungsbeirat) einvernehmlich für mehr Ausbildungsmöglichkeiten in Teilzeit ausgesprochen.

Um sich über das Thema Teilzeitausbildung zu informieren, hat der Gleichstellungsbeirat Sabine Axt von der Beratungsstelle „Frau und Beruf“ eingeladen.

„Frau und Beruf möchte mehr Frauen Zugang zum Arbeitsmarkt verschaffen und ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen“, erklärte Sabine Axt „wir bieten regelmäßig Sprechstunden in Lübeck, im Herzogtum Lauenburg und in den Städten in Ostholstein an“. Insbesondere hilft die Beratungsstelle auch bei Interesse an Ausbildung in Teilzeit sowie ihrer Finanzierungsmöglichkeiten   und auch Betriebe können sich an Frau Axt wenden. Jede duale Ausbildung kann grundsätzlich in Teilzeit ausgeübt werden, Voraussetzung ist, dass die Kinderbetreuung gewährleistet ist.

 

Der häufigste Grund für eine Reduzierung der Ausbildungszeit liegt in der Betreuung kleiner Kinder, aber auch die Pflege von Angehörigen kann zunehmend ein berechtigtes Interesse darstellen. Interessant ist auch, dass die Ausbildung in Teilzeit grundsätzlich nicht zu einer längeren Ausbildungsdauer führen muss.

 

Der Bedarf an Teilzeitausbildungsplätzen ist zurzeit überschaubar. „Problematisch ist es für junge Eltern und besonders für Alleinerziehende am Blockunterricht oder am Berufsschulunterricht teilzunehmen, wenn sich die Schulen nicht am Wohnort befinden “, berichten die Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Ostholstein Christine Ewers und Silke Meints aus ihrer Praxis, „leider bieten auch nur sehr wenige Betriebe und Verwaltungen eine Teilzeitausbildung an“.

 

Dabei kann sich eine Teilzeitberufsausbildung für Unternehmen durchaus lohnen. „Schon heute haben immer mehr Betriebe in Ostholstein Schwierigkeiten, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen. Ein Problem, das mit dem demografischen Wandel weiter zunehmen wird“, gibt die stellvertretende Beiratsvorsitzende Tanja Gorodiski zu bedenken.

 

Teilzeit- Auszubildende sind oft hoch motiviert und leistungsbereit. Die Mitglieder des Gleichstellungsbeirats appellieren an die Ostholsteiner Betriebe, sich für diese Personengruppe und dieses innovative Ausbildungsmodell zu öffnen. Sie sichern somit weiter ihren künftigen Fachkräftebedarf und haben einen Wettbewerbsvorteil als familienfreundliches Unternehmen.