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Interessengemeinschaft Oldenburger Graben löst sich auf

Ein letztes Mal kam die Mitgliederversammlung der Interessengemeinschaft Oldenburger-Graben-Niederung e.V. (IG) am Montag (22. Februar) im Haus des Gastes in Grube zusammen. Neben einigen Formalien stand die Auflösung des Vereins auf der Tagesordnung. Die IG wurde am 15.04.2002 gegründet und vereinte Flächeneigentümer und –nutzer, den Naturschutz, die Vertreter der Jagd und der Angler, die Kommunen sowie Vereine und Verbände. Ziele waren die Förderung des Naturschutzes unter Berücksichtigung der Interessen der Land- und Forstwirtschaft, der beteiligten Gemeinden, des Tourismus sowie weiterer Interessenträger der Region.

In Abwesenheit der erkrankten Vorsitzenden Cathrin Wilder ließ Christian Graf von Holck die zunächst erfolgreiche Arbeit des Vereins Revue passieren. Er erinnerte daran, dass es immer gelungen ist, einen für alle Seiten annehmbaren Kompromiss zu finden, weil ein Jeder Verständnis für die Belange des Anderen mitbrachte und so ausschließlich einvernehmliche Entscheidungen getroffen werden konnten.

Zusätzliche Bedeutung erhielt die IG im Jahre 2011, als sie durch das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und ländliche Räume als „Lokale Aktion“ anerkannt und mit der FFH-Managementplanung für ein Gebiet von 2.200 ha beauftragt wurde. Gerade die Wahrnehmung dieser Aufgabe erwies sich zuletzt gegen als übermächtig empfundene Beteiligte wie die Stiftung Naturschutz zunehmend schwierig. Die letztlich genehmigten Managementpläne spiegelten nicht mehr das wieder, was der hauptamtliche Geschäftsführer Matthias Beckmann unter Beteiligung der örtlichen Vertreter erarbeitet hatte. So hatte er seine Tätigkeit bei der IG nicht mehr verlängert und sich neue Ziele gesetzt. Ihm wurde in der Versammlung noch einmal der besondere Dank für seine gute Arbeit ausgesprochen.

Wenn die Gemeinschaft aber die Interessen der ihr angehörenden Gruppierungen nicht mehr wirkungsvoll vertreten kann, hat sie Existenzgrundlage verloren, bedauerte Graf von Holck. Es fehle aber bei der sowohl der Naturschutzbehörde des Kreises als auch im Ministerium die Bereitschaft, die Arbeit der IG ausreichend ernst zu nehmen. Statt dessen wären hätten ausschließlich andere Stimmen Gewicht.

So hatte der Vorstand der Mitgliederversammlung die Auflösung des Vereins vorgeschlagen. Dieser Empfehlung folgten die 29 erschienen Mitglieder einstimmig. Mit der Abwicklung wurden die bisherige Vorsitzende Cathrin Wilder und ihr Stellvertreter Jürgen Kirschnick bestimmt.