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Negative Schlagzeilen der letzten Monate über die Zustände in der Plöner Stadtverwaltung

Gemeinsame Pressemitteilung des Bürgermeisters und des Personalrates der Stadt Plön

Die Zustände im Plöner Rathaus waren in den vergangenen Monaten immer wieder Gegenstand negativer Schlagzeilen in der Lokalpresse. Hierbei stand besonders häufig die seit dem Jahr 2008 fehlende Kalkulation der Straßenreinigungsgebühren im Fokus. In den zu diesem Thema erschienenen Zeitungsberichten war von erheblichen Fehlbeträgen und von einem immensen Schaden, der für die Stadt Plön dadurch entstanden sein soll, die Rede. Dabei beriefen sich die Autoren auf Zahlungen, die aus dem städtischen Haushalt für die Durchführung der Straßenreinigung an die Stadtwerke geleistet wurden. Von der Verwaltung und vom Bürgermeister wurde nachdrücklich davor gewarnt, aus diesen Beträgen Rückschlüsse auf die gebührenrelevanten Kosten zu ziehen. Leider wurde diesem Hinweis nicht gefolgt, so dass die hohen Zahlen öffentlich kolportiert wurden. Das gipfelte in der Mutmaßung, dass der Stadt Plön ein finanzieller Schaden in Höhe von einer halben Million Euro entstanden sein müsste und dass der Gebührenzahler künftig mit einschneidenden Erhöhungen der Straßenreinigungsgebühr zu rechnen habe.

In diesem Zusammenhang wurden mir als Bürgermeister der Stadt Plön Führungsschwäche und eine mangelhafte Amtsführung vorgeworfen. Leider treffen diese Vorwürfe nicht nur meine Person, sondern in gleichem Maße auch die Mitarbeiterinnen  und Mitarbeiter meiner Verwaltung. Das ging in den letzten Wochen und Monaten soweit, dass einige meiner Mitarbeiter/innen nicht nur namentlich in der Presse genannt und mit ungerechtfertigten Schuldzuweisungen in ihrem Ansehen beschädigt, sondern sogar in öffentlichen Zitaten der Lüge bezichtigt wurden.

Ich empfinde es als unerträglich, dass meine Mitarbeiter/innen der eigentlich gegen meine Person gerichteten Kampagne zum Opfer fallen und nun schon über einen langen Zeitraum diesen ständig wiederkehrenden öffentlichen Angriffen ausgesetzt sind. Dass sich in einer derart belastenden Situation Frust und Demotivation aufbauen können, ist nur zu verständlich. Deshalb möchte ich mich heute öffentlich vor meine Mitarbeiterschaft stellen und ausdrücklich betonen, dass ich meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mein vollstes Vertrauen entgegen bringe.

 

Zwischenzeitlich hat die Stadt Plön einen renommierten Verwaltungsdienstleister mit der Nach- und Vorkalkulation der Straßenreinigungsgebühr seit 2008 für die Zeit bis 2017 beauftragt.

 

Dieser Fachfirma ist es nunmehr gelungen, alle erforderlichen Daten einzuholen, so dass in Kürze das endgültige  Ergebnis der Nachkalkulationen vorliegen wird. Bereits jetzt ist erkennbar, dass die Gebühr, die seit dem Jahr 2007 konstant 3,22 € jährlich pro laufenden Kehrmeter beträgt, aller Voraussicht nach auch bis 2017 nicht angehoben werden muss. Dadurch wird der vorhergesagte finanzielle Schaden von ½ Mio Euro ad absurdum geführt.

Nachdem diesen Spekulationen nun der Boden entzogen ist, hoffe ich, mit meiner Richtigstellung den öffentlichen Anwürfen, denen meine Mitarbeiter/innen, insbesondere mein Leiter des Fachbereiches Bauen und Liegenschaften, der in seiner vorherigen Funktion seinerzeit die letzte rechtsgültige Kalkulation der bis heute gültigen Gebühr durchgeführt hat, mein Leiter des Fachbereiches Finanzen und interner Service und mein Stadtkämmerer, in den vergangenen Monaten wiederholt ausgesetzt waren, ein Ende zu setzen.

 

Der Personalrat der Stadt Plön schließt sich den Ausführungen des Bürgermeisters vollumfänglich an. Auch wir möchten an dieser Stelle unseren betroffenen Kolleginnen und Kollegen den Rücken stärken. Wir hoffen, dass die öffentlichen Anschuldigungen nun endlich der Vergangenheit angehören. Wir wissen, dass in unserer Verwaltung qualifizierte Arbeit geleistet wird und hoffen, nun endlich wieder zur Normalität zurück finden zu können, damit jede/r ihrer/seiner Tätigkeit auch in Zukunft zur Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger und zum Wohle der Stadt Plön nachgehen kann. Im Rahmen unserer Möglichkeiten werden wir alles dafür tun, unsere Kolleginnen und Kollegen vor derartigen öffentlichen Vorwürfen, mit denen wir es in der Vergangenheit zu tun hatten, zu schützen, damit sich Frust, Demotivation und Misstrauen nicht weiter im Rathaus ausbreiten können.

In diesem Zusammenhang verwahren wir uns ebenso gegen die Anschuldigungen, die sich aus den gegen Herrn Bürgermeister Paustian gerichteten Angriffen bezüglich seiner Amtsführung ergeben und gleichermaßen die Mitarbeiterschaft treffen. Wir beziehen uns hier auf Zitate aus der letzten Sitzung des Hauptausschusses der Stadt Plön, die sich in der vergangenen Woche in der Lokalpresse wieder fanden.

Öffentliche Aussagen, wie „Irgendeiner muss doch mal den Leuchtturm spielen“, Jens Paustian müsse „das Steuer herum reißen, sonst würde es in Plön nur noch schlimmer werden“, es müsse „ein Ruck durch die Verwaltung gehen“, und „einer muss die Fackel tragen“ treffen jede/n einzelne/n Mitarbeiter/in, schießen somit weit über ihr Ziel hinaus und sorgen für Unmut und Demotivation, da sie den Anschein wecken, als wisse in der Verwaltung keiner, was er zu tun habe bzw. als würde im Rathaus nicht gearbeitet, da es an Anweisungen fehlt. Diese Unterstellungen wollen Bürgermeister und Personalrat nicht kommentarlos hinnehmen. Viele kompetente Fachkräfte leisten trotz teilweise überdurchschnittlicher Arbeitsauslastung im Plöner Rathaus tagtäglich eigenständig qualifizierte Arbeit. Diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben das Misstrauen und die große Skepsis, die Ihnen durch derartige Aussagen von Teilen der Selbstverwaltung öffentlich entgegengebracht wird, nicht verdient.

 

Bürgermeister und Personalrat erinnern in diesem Zusammenhang an die selbst gesteckten Ziele der Ratsversammlung, die u.a. lauten: „Glaubwürdigkeit, Vertrauen, Menschlichkeit und ein gerechter Umgang miteinander sind Maßstäbe gemeinsamen Handelns.“ Wenn diese Maßstäbe wieder in den Vordergrund rücken, sollte es möglich sein, zu einer respektvollen und konstruktiven Zusammenarbeit zurück zu finden.