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Rückschritt statt Fortschritt: Demokratie und Emanzipation am Ende?

Der LandesFrauenRat Schleswig-Holstein lädt in Kooperation mit dem Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung des Landes zu einem öffentlichen Vortrag mit anschließender Diskussion zum Thema „Rückschritt statt Fortschritt: Demokratie und Emanzipation am Ende?“ ein. Der Vortrag wird am 7. September um 18 Uhr von Prof. Dr. Rita Süssmuth im KulturForum gehalten.

Die Krise der Demokratie ist derzeit in aller Munde. BürgerInnen wenden sich von der repräsentativen Demokratie und dem etablierten Parteiensystem ab, während Teile der Bevölkerung nach alternativen Wegen der Einflussnahme suchen. Sie vertrauen nicht mehr darauf, dass die gewählten RepräsentantInnen in unseren Parlamenten und Regierungen in Abwägung aller möglichen Konsequenzen und dem Ringen um die besten Lösungen die richtigen Entscheidungen für alle treffen. Solche Tendenzen geben zunehmend Raum für radikale und extremistische Positionen. Diese zum Teil populistischen Strömungen liefern vermeintlich einfache Antworten auf komplexe politische Zusammenhänge und es steht zu befürchten, dass sie nach und nach mehrheitsfähig werden. Gefährdet der Verlust an demokratischer Kultur das in Sachen Gleichberechtigung Erreichte und rückt er die Notwendigkeit ihrer Weiterentwicklung in den Hintergrund? Gemeinsam mit unseren Gästen wollen wir darüber diskutieren, wie es gelingen kann, die BürgerInnen wieder stärker für die repräsentative Demokratie zu gewinnen und den Rechtsruck in unserer Gesellschaft aufzuhalten.

Die Veranstaltung steht allen Interessierten offen. Die Teilnahme ist kostenlos. Wir bitten um eine kurzfristige Anmeldung vorab.

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Rita Süssmuth, Bundestagspräsidentin a.D.

Frau Prof. Rita Süssmuth, geboren 1937 in Wuppertal, studierte zunächst Romanistik und Geschichte in Münster, Tübingen und Paris, bevor sie ein Postgraduiertenstudium der Erziehungswissenschaft, Soziologie und Psychologie aufnahm. 1985 wurde sie zur Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit (ab 1986 zusätzlich für Frauen) ernannt und war damit die erste Frauenministerin auf Bundesebene. Von 1987 bis 2002 war sie Mitglied des Deutschen Bundestages mit dem Mandat des Wahlkreises Göttingen. Von 1988 bis 1998 war sie die Präsidentin des Deutschen Bundestages. Neben dem Vorsitz über die Frauen Union von 1986 bis 2001 war sie zudem Mitglied des CDU Präsidiums (1987–1998). Zwischen 2000 und 2001 saß sie der Unabhängigen Kommission Zuwanderung vor. Nach Beendigung ihrer Zeit als aktive Politikerin hat sie zahlreiche weitere Aufgaben übernommen.

Die Veranstaltung im Überblick

Termin: 7. September
Beginn: 18 Uhr
Veranstaltungsort: KulturForum Kiel, Andreas-Gayk-Str. 31, Kiel
Anmeldung: unter Tel.: (0431) 55 20 65 oder info@landesfrauenrat-s-h.de